Detaillierte Beitrags-Information

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Beitragstitel Der Weg aus dem Hörsaal - Digitale Medien in der Unterrichtsentwicklung
Beitragscode P09
Autoren
  1. Jan Taeymans Berner Fachhochschule Gesundheit Vortragender
  2. Slavko Rogan Berner Fachhochschule Gesundheit, Departement Gesundheit
Präsentationsform Poster
Themengebiete
  • 3. Innovationen in der Hochschullehre der Gesundheitsberufe
Abstract Vorlesungen spielen heute noch eine tragende Rolle sowohl in der medizinischen als auch in der gesundheitsbezogenen Professionsausbildung. Das Ziel dieser Lehrmethode ist die Vermittlung gebündelter und gezielter Wissensinhalte, das Aufzeigen komplexer Zusammenhänge oder die Einführung in neue Themengebiete. Zu bedenken ist, dass diese Lernform Studierende in die Rolle des passiven Lernens drängt. Jedoch sollte das Lernen als ein aktiver Prozess gestaltet werden. Benner definiert Lernen als: „der nicht vom Wissen eines Lehrers zum Wissen eines Schülers führt, sondern als ein aktives selbst-Hervorholen der Erkenntnis durch den Lernenden [...] zurückgebunden ist“.

Digitale Medien (DM) haben das Potential den aktiven Lernprozess von Studierenden fördern zu können. DM ermöglichen die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen als neue und erweiterte didaktische Handlungsspielräume. Es reicht aber nicht nur aus darüber nachzudenken ob und wie der Einsatz erfolgen kann. Vielmehr muss gehandelt werden. Die Handlungen müssen darauf ausgerichtet sein, was sich zwischen dem jetzt und der Zukunft verändert und für die Bildung relevant ist. DM sind den Studierenden vertraut, da sie mit diesem Kommunikationskanal aufwachsen. Daher muss der Fokus auf die Qualität des Unterrichts gerichtet werden.

Nicht nur zukünftig Studierende der Generation Z (Jahrgang ab 1995), sondern auch die jetzige Generation Y (Jahrgang 1980 – 1994) sehen DM als natürliche Quelle an. Elemente des Web 2.0 sind Bestandteil des täglichen Lebens. Dozierende sollten die richtigen Techniken im Unterricht anwenden unter dem Aspekt der Nutzungsgewohnheiten der Studierenden. Wichtig ist nicht, ob ein Studierender zum Beispiel eine Statistikaufgabe mit dem Computer oder einem Taschenrechner bearbeitet. Entscheidend ist, dass der Dozent die statistische Aufgabe in sinnvoller und nachvollziehbarer Art und Weise vermittelt, damit der Studierende den Lösungsweg dieser Aufgabe verstanden hat.
Gemäß Statistiken schlägt die erste Altersgruppe der Generation Z den Bildungsweg auf Tertiärstufe ein. Aus diesem Grund ist es unumgänglich, dass sich Lehrinstitutionen mit den soziografischen Merkmalen der potentiellen Lernenden auseinandersetzen, um bestmögliche Lernvoraussetzungen erfüllen zu können.

Dieser Vortrag zeigt Wege auf, wie das Departement Gesundheit, Abteilung Physiotherapie der BFH diesen Herausforderungen des Wandels der Lehrmethoden begegnet und präsentiert mögliche Einsatzgebiete von DM in der Lehre.